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In Ausgabe Nr. 75 schilderten wir - in 3. Fortsetzung - aus dem
1959 erschienenen Büchlein die unglaublichen Geschehnisse rund um
die Anfänge des „Siegeslaufs Unserer Lieben Frau von Fatima als Welt-Pilger-Madonna.
" Wir bringen hier die 4. Fortsetzung - und sie berichtet über die
Reise durch Frankreich.
In der hl. Messe, die um Mitternacht gefeiert wurde - es war etwas
noch nie Dagewesenes in jenem Ort, der durch die Einwirkung des Krieges
halb zerstört war - umgaben bereits mehrere hundert Leute den Altar...
Sie drängten sich gegenseitig, um ja recht nahe an die weisse Statue
heranzu- kommen und um nichts von dem zu versäumen, was das gesagt
werden sollte von der frohen Botschaft aus Fatima... Als wir Abschied nahmen,
konnte sich unser Pater Demoutiez nicht enthalten zu sagen: „Hier sollten
die Beichtväter reden dürfen, um zu sagen, wo das wahre Wunder
von Fatima zu finden ist!"
Man kann sagen: Unsere Liebe Frau durchquerte so, auf menschlichen
Schultern getragen, ganz Frankreich. Überall, wo sie hinkam, wurde
um Mitternacht das heilige Opfer gefeiert. An einem Orte befand sich ein
orthodoxes Frauenkloster. Als die Nonnen vom Vorüberzug der Himmelmutter
hörten, kamen sie ihr alle entgegen und schlossen sich an und begleiteten
die Wallfahrt, in tiefer Andacht, ihre „Ikone" in Händen haltend,
vier ganze Kilometer weit...
Dasselbe taten einige „Popen", wo immer es ihnen möglich war,
und sie sangen dabei ihre frommen, schönen Kirchenlieder. Hier möchte
ich nicht versäumen, noch von einigen auffallenden Geschehnissen zu
berichten, die sich während unserer Frankreichfahrt zugetragen haben.
In einem kleinen Dorf lebte General Le Clerc, ein bekannter Offizier des
letzten Krieges, mit seiner Familie. Da der Pfarrer mit Recht annahm, ihm
damit eine Freude zu machen, und wusste, dass der Zug nicht sehr weit davon
vorüberziehen würde, bat er ihn, einen Besuch bei U. L. Frau
zu machen.
Während des Gottesdienstes waren es die Frau und die Kinder
des Generals, die den Kirchenchor bildeten.
Wie in jeder französischen Pfarrei, bat auch hier der Pfarrherr
seine Pfarrkinder, die guten Willens waren, sich fortan dazu zu verpflichten,
täglich einen Rosenkranz zu beten, am ersten Samstag im Monat die
hl. Kommunion zu empfangen und weiterhin noch einen Rosenkranz in der Woche
zur Bekehrung Russlands zu übernehmen. Um diesem Versprechen eine
gewisse Feierlichkeit zu verleihen, musste jeder seinen Namen auf ein Papier
schreiben und dieses der Himmelsmutter zu Füssen legen. Als beim Verlassen
der Kirche die Zettelchen sortiert wurden, befand sich unter ihnen auch
eines des Generals Le Clercs, auf welchem geschrieben stand: „Der General
Le Clerc verpflichtet sich U. L. Frau gegenüber ..." Der Ausdruck
„s'engager" schliesst hier eine freiwillig übernommene Dienstverpflichtung
in sich, wie sie ein Ritter oder Page einer hohen Dame gegenüber zu
übernehmen pflegte.
Nach allgemeiner Ansicht scheint es zu stimmen, dass jene Geste
grossmütiger Ritterlichkeit dem Offizier jedoch nicht genügte:
sondern dass er, obendrein, der Mutter Gottes sein Leben anbot, zur Rettung
der Welt ... Ob dies der Wahrheit entspricht, können wir nicht mit
Sicherheit feststellen. Man weiss nur, dass wenige Monate danach General
Le Clerc das Opfer eines Flugzeugunglückes in Afrika geworden ist.
In einer Gegend, welche unser Zug durchquerte, lebte ein junges
Mädchen aus guter Familie, die aber leider gefallen war,... ganz tief
gefallen ... Als sie die Nachricht vom Durchzug U. L. Frau vernahm, zog
sie sich in ihr Zimmer zurück. Sie will Maria nicht sehen ! Nicht
einmal die Lieder will sie hören, die IHR zu Ehren gesungen werden.
Aber plötzlich ergreift sie ein eigenartiges Empfinden ... Die Prozession
zieht vorüber - und eine ihr unerklärliche Macht drängt
das Mädchen, sich ihr anzuschliessen. Nein! Sie will nicht! Sie wird
doch noch ihren eigenen Willen durchsetzen können ! -Allein, die geheimnisvolle
fremde Macht wird immer stärker fühlbar und um sich nun davor
zu schützen, steht das Mädchen auf und - dreht den Zimmerschlüssel
um.
Aber - was soll ein armes Mädel machen, wenn doch die Himmelskönigin
will?
Plötzlich springt sie auf, öffnet zitternd die Türe
- und läuft - und „fliegt" ... zur Kirche ! Und in der Kirche fällt
ihr gleich die weisse Statue in die Augen - und es ist ihr, als lächle
die MUTTER ihr zu! Das junge Mädchen fällt auf die Knie - und
ein Strom von Tränen benetzt ihr Gesicht ... Tränen der Freude
und des Glücks... !
Mit ihrem Gott versöhnt, dem sie so viele Jahre ausgewichen
war, ist sie nun voll des innigsten Dankes gegen die "JUNGFRAU-PILGERIN",
die sie in jenem verlorenen Winkel von Frankreich aufgesucht und zurückgeholt
hat...
In jener selben Nacht hielt der Pilgerzug in einem kleinen Dorf
im Innern Frankreichs. Alles, was gehen konnte, Männer, Frauen und
Kinder, waren gekommen, um die MUTTER zu erwarten, viele davon gut 10 km
weit her. Da die meisten wieder zurück mussten, legten diese braven
Menschen am andern Tag 20 km zu Fuss zurück, und zwar bei einer glühenden
Sommersonne! Einige brachten sogar das schwere Opfer, barfüssig, singend
und betend die Mutter Gottes ein Stück Weges zu begleiten, die Hoffnung
der Völker ...
Die Beichtstühle füllten sich, und die Anbetungsstunde
vor dem Allerheiligsten wurde mit seltener Andacht gehalten. Bei der heiligen
Messe um Mitternacht fehlte kaum einer am Tisch des Herrn. Als gegen 2
Uhr 30 Pater Demoutiez sich in das Haus zurückziehen wollte, in dem
er übernachten sollte, hörte er plötzlich Schritte hinter
sich. Ein Mann war ihm gefolgt und stand nun vor ihm. „Herr Pfarrer, verzeihen
Sie, wenn ich Sie störe, für einige Minuten ... ?" -„Aber selbstverständlich,
mein Freund, ich stehe zu Ihrer Verfügung." - „Also bitte, hören
Sie: Ich bin ein alter Soldat. Ich habe den 1. Weltkrieg mitgemacht. Kurz
danach heiratete ich, aber meine Frau hat mich verlassen und unseren kleinen
Buben mitgenommen ... 1926 liess ich mich in ein afrikanisches Regiment
anwerben. Ich nahm dann an mehreren Feldzügen teil, und schliesslich
kehrte ich nach Frankreich zurück, um den letzten traurigen Krieg
mitzumachen ... Sie müssen mich verstehen, Hochwürden; ich bin
ein elender Kerl. Alles habe ich getan, in meinem Leben — ausser etwas
Gutem! - Gemordet habe ich, geraubt ... und von meinem moralischen Leben
ist es besser, überhaupt nicht zu sprechen! „Er hielt einen Augenblick
inne, wie erschöpft ... Dann legte er seine Hand auf die Schulter
des Priesters, senkte den Kopf— und fing an zu schluchzen ... „Ich hörte
alles, was Sie in der Kirche gesagt haben. Ich stand da hinten, an die
Mauer gelehnt, ganz im Hintergrund. Ich habe auch die Gebete gehört!
Ich hätte gern mitgebetet - aber ich wusste ja nicht, wie... Es ist
alles schrecklich lang her ! Herr Pfarrer, Sie verstehen mich doch - und
werden mich nicht verurteilen? Ich bin ein elender Mensch — ich will mein
Leben ändern."
Bis aufs Tiefste ergriffen, schloss P. Demoutiez ihn in seine Arme.
Dann fragte er ihn: "Aber wie kam es, dass Sie in die Kirche gekommen sind?
Aus welchem Grund taten Sie es?"
„Ich weiß es selbst nicht! Ganz zufällig hielt ich mich
auf der Durchreise in diesem Orte auf und wartete auf den Nachtzug, in
einem Cafe, neben dem Bahnhof. Da zog die Prozession mit dem Standbild
U. L. Frau vorüber - und, wie von selbst, ohne zu überlegen,
folgte ich dem Zug ... Ich betrat mit den anderen die Kirche - und dort
blieb ich die ganze Zeit. Unterdessen war mein Eisenbahnzug längst
fortgefahren ... Was macht's! Morgen nehme ich einen anderen." Und, wie
in plötzlich aufsteigender Angst, der Priester könnte ihn nicht
verstanden haben ..
„Aber verstehen Sie mich doch, Herr Pfarrer! Ich will mein Leben
ändern! - Es war die MUTTER GOTTES!"
P. Demoutiez sank auf seine Knie zusammen mit dem armen Soldaten,
und zusammen beteten sie ein Ave Maria.
Dann erhob sich der Priester - und kniend bekannte der Soldat seine
Sünden ... Und über sein geneigtes Haupt ergoss sich das Zeichen
der Barmherzigkeit - und die Worte: "Ego
te absolvo a peccatis tuis ..."
Beide kehrten sie miteinander zur Kirche zurück, und zum ersten
Mal seit seinem 12. Lebensjahr empfing jener alte Krieger seinen Herrgott
!
Es war vier Uhr früh - und MARIA war dabei ...!
Am 2. August 1947 erreichte U. L. Frau die Grenze von Belgien.
Hinter der Tragbahre der „Jungfrau-Pilgerin" schritten Damen, junge
Mädchen und Kinder, alle barfuss, im Geiste der Busse. Waren die Wege
nicht recht hart und rauh? Und übersät von spitzigen Steinchen?
Was tat das! „La Vierge de La Paix", „La Douce Madonne" (die Jungfrau des
Friedens - die süsse Madonna) war diese Opfer wahrlich wert! Und Frankreich
brauchte solche Opfer ... Wie lieb muss U. L. Frau gelächelt haben,
über solch einen Beweis von treuer Liebe!
Zu Boden niedergeworfen, empfing an Belgiens Grenze der H. H. Bischof
von Toumai die Heilige JUNGFRAU-PILGERIN... Und die Menschenmenge hielt
durch eine Minute des tiefsten, ehrerbietigsten Schweigens ihre Huldigung
an den himmlischen Gast... Darauf setzte sich der Zug wieder in Bewegung.
Die Basilika von BONSECOURS erweist sich als viel zu klein für
die riesige Menschenmenge, und so hat man in aller Eile einen Altar errichtet,
vor dem Hauptportal und eine Feldmesse wurde zelebriert.
Und alle die vielen, vielen Menschen, sie beten und weinen und singen...
Und sie alle wollen die weisse Statue berühren und küssen ...!
Mütter kommen angelaufen mit ihren Kinderchen auf den Armen,
um sie einen Augenblick wenigstens der HIMMELSMUTTER zu Füssen zu
legen.
Bei der Ankunft in TOURNAI wurde die Himmelskönigin richtig
als Herrscherin empfangen: nämlich mit einundzwanzig Kanonenschüssen!
Die Kathedrale, übervoll mit Menschen. Beinahe erschreckt darüber,
versicherten die ältesten Leute, so voll hätten sie ihre Kirche
noch niemals gesehen.
Die Zeitungen schrieben: „Noch nie erlebte Tournai eine solche Begeisterung.
Kein weltliches Fest brächte es fertig, eine solche allgemeine Freude
zu verbreiten. Tausende von Christen verbeugten sich vor Derjenigen, die
tatsächlich wie die Königin des Weltalls erschien..."
Wieviel Schönes und Erbauliches könnte man überhaupt
von Belgien erzählen ...!
Hier empfing Sie eine glänzende Kavalkade! In BRASMENIL war
es, die Pferde waren mit Blumen und Bändern geschmückt, und so
sprengten sie der lieblichen „PILGERIN" entgegen ...
Etwas weiter war es ein Triumphwagen, der Sie abholte. Auf der Fahrt
umgab die Statue ein eigenartiges „lebendes Bild": eine ganze Familie,
die den Rosenkranz betete ...
Dann kam die landwirtschaftliche Jugend, welche der Mutter ihre
Erstlingsfrüchte darbot...
CHARLEROI, die „kommunistische Stadt" -wer sollte es glauben - auch
sie hat die JUNGFRAU-PILGERIN empfangen.
Die Zahl der Beichtenden stieg so hoch, dass die Beichtstühle
längst nicht mehr ausreichten und man mitten in der Strasse Beicht
hörte und auf den öffentlichen Plätzen!
In dieser denkwürdigen Nacht wurden bis zu 12.000 Kommunionen
gespendet. Um die Organisation besser bewältigen zu können, öffneten
Hausbesitzer ihre Türen und die Fenster und Balkons im Erdgeschoss,
so dass sie als Kommunionbank dienten!
In dieser selben Stadt (Charleroi) waren wir Zeugen des folgenden
Zwiegespräches, das sich auf einem grossen Stadtplatz abspielte; und
zwar zwischen einem Priester und einem Kriegsinvaliden:
„Mein armer Heinrich, mir scheint, Sie haben noch nicht viel erreicht
mit Ihren Gebeten?" -„Still, Herr Pfarrer, ich bete ja für was anderes!"
-"Für Dich nicht, wo Du doch so viel brauchst?" -„Für mich? Ach
nein! — Sondern lieber für einen armen Lungenkranken, den ich vor
kurzem gesehen habe.." - Heldenhafte Nächstenliebe ! Sich selbst vergessend,
betete der arme Kriegsbeschädigte, in seinem Rollstuhl sitzend, die
ganze Nacht... für einen anderen!
Nach einigen Tagen machte der Stadtpfarrer einen Krankenbesuch und
traf dort eine als stark antikatholisch bekannte Dame. „Wissen Sie, Hochwürden",
sagte sie zu ihm, „dass ich neulich - in der Fatima-Nacht - meine religiösen
Pflichten wieder erfüllt habe? Ich habe auf dem Platz gebeichtet und
auch wieder die hl. Kommunion empfangen ... „ -Die Wunder der vorüberziehenden
JUNGFRAU und HERRIN...!
So war es überall. Wie viele, viele Versöhnungen mit dem
Herrgott, von solchen, die 20, 30, 40 Jahre von Ihm entfernt gelebt hatten.
Einige Tage nach dem Besuch Unserer Lieben Frau in Charleroi verkleidete
sich ein Priester als Laie und stellte eine Art „Rundfrage" an: Er wandte
sich an einen Journalisten, einen Studenten, einen Arzt, an eine Hausfrau,
eine Verkäuferin auf dem Markt usw ... und kam zu folgendem Schluss:
„Seit dem Besuch Unserer Lieben Frau von Fatima ist eine Wandlung mit der
Stadt Charleroi geschehen ... ? Hochgelobt sei Jene, die da kommt im Namen
des Herrn! Allgemein bekannt ist die Irreligiosität des sogenannten
„Pays Noir" - des „schwarzen Landes"... Wer aber die Massen sah, die damals
herbeikamen, als die JUNGFRAU-PILGERIN vorüberzog, die sich vor Ihr
zu Boden warfen, singend und weinend der kann es einfach nicht glauben,
dass diese Leute ohne Religion sein sollten ... Der Glaube scheint nur
unter der Asche zu liegen - ein einziger Funke genügt, um ihn zur
hellen Flamme auflodern zu lassen! Man sollte nur gesehen haben, wie die
Männer sich direkt um die Ehre stritten, die wundertätige Statue
auf ihren starken Schultern zu tragen!
Und sie wollten sie gar nicht mehr auslassen ...! Sie stritten mit
den Frauen, die ihrerseits auch ein Recht geltend machen wollten ...
In PATURAGE wandten vier junge Mädchen Gewalt an, um das Standbild
nur einige Augenblicke tragen zu dürfen! Furchtlos durchbrachen sie
den Polizei-Kordon, erreichten das Traggerüst, schoben ohne jede weitere
Erklärung einfach die Männer zur Seite und fassten die Statue
an ... Die Schnelligkeit, mit der sie das gemacht hatten, verblüffte
die Männer so, dass sie den Mädchen nachgaben und ihnen Unsere
Liebe Frau überliessen.
AUVELAIS war auffallend schön geschmückt... Und in NAMUR,
auf der alten Brücke, da knieten sie alle, mit in Kreuzform ausgebreiteten
Armen, und beteten...
Eine Zeitung schrieb: „Diese allgemeine Volksbegeisterung hat etwas
Mittelalterliches an sich ..." Die Priester hören nicht auf zu sagen,
dass es ganz aussergewöhnlich und erstaunlich sei, was da geschehe
bei den Besuchen U. Lieben Frau ... Es kommen ihnen die Tränen der
Rührung, wenn sie Zeugen sind all der vielen und grossen Wunder.
In CHEVRETOGNE wurde das heilige Messopfer in orientalischem Ritus
gefeiert ... Denn dort sind Benediktiner, die sich dazu vorbereiten, einmal
in Russland zu arbeiten. Der Leiter übergab nun dieses Werk feierlich
in vollem Vertrauen der himmlischen „Beschützerin". In BEAURAING,
wo ja, nach allgemeinem Glauben, die liebe Muttergottes ebenfalls erschienen
ist, wurde bei unserer Durchreise gerade der Grundstein zu der neuen Kirche
gelegt, und es war der Bischof von Namur, welcher der Zeremonie vorstand.
LIEGE — LÜTTICH - Stadt des Allerheiligsten Sakramentes ...
bereitet U. Lieben Frau einen ergreifenden Empfang. Eine riesige Menschmenge
erwartete den Einzug. Kaum erschien die Statue, da bat ein Priester die
Leute sich hinzuknien ... Und wirklich! Auf einer der grössten und
belebtesten Strassen dieser „materialistischen" Stadt ... wirft sich die
ganze Menge auf ihre Knie ... und stimmt wie ein Mann das "Prace Domine"
an ... (das Lied "Erbarme Dich unser, o Herr ..."). Ein unbeschreiblich
ergreifender Moment ...! Polizei und Ordnungstruppen stehen Spalier - während
die Menge betet ... und singt ... Der Zug hält an. Aller Blicke wenden
sich der Pilgerstatue zu ... Drei Tage hielt sich U.L. Frau in Lüttich
auf. Sie besuchte nacheinander alle Pfarreien, beginnend mit den Patres
der Unbefleckten Empfängnis, die SIE mit grösster Liebe willkommen
hiessen. Eine Mitternachtsmesse, zelebriert vom Hochwürdigen Herren
Bischof, folgte einer zweistündigen stillen Andacht vor U.L. Frau...
Ausser den Pfarrkirchen suchte Sie auch Krankenhäuser auf und Klöster
usw....
Unter diesen Besuchern war einer besonders eindrucksvoll: ... der
im Militär-Hospital. Während der hl. Messe, in der Kapelle des
Lazaretts, sangen die Soldaten und hernach trugen sie selbst die Statue
wieder hinunter zur Haustüre...
Bei einem Zug durch die Strassen zeigte jemand auch Blumenverkäuferinnen
die Statue U.L. Frau... Da ergriffen diese voll Begeisterung ganze Hände
voll der schönsten Blumen, liefen der Mutter Gottes entgegen und schrien
in ihrer hübschen wallonischen Sprache: „Ah! Die vielgeliebte Heilige
Jungfrau!"
Entflammt von ihrem Enthusiasmus, kämpften sie sich bis zur
Statue vor und legten der MUTTER alle ihre Blumen zu Füssen. Etwas
weiter bat ein Sänger, der Himmelskönigin von dem anbieten zu
dürfen, was sein Schönstes sei ... Und dort selbst, mitten auf
offener Strasse, ohne den Schatten einer Menschenfurcht, sang dieser Mann
der Unbefleckten Jungfrau die schönsten Arien vor aus seinem Repertoire.
Ein Hochamt in der Kathedrale beendete die Feiern. Und bevor U.L.
Frau die Stadt verliess, sang das ganze Domkapitel, im Halbkreis die Statue
umgebend, noch das „Magnificat" zu ihrer Ehre...
Ein Priester und
sein Geburtstagsgeschenk
Eine Pfarrei in Manila wurde durch die Pilgerstatue Unsere Frau
von Fatima besucht. Der Priester dieser Pfarrei, er war nicht marianisch
und deshalb den Pilgern, die die Statue verehrten, nicht besonders freundlich
gesinnt, da er ausgerechnet an diesem Tag noch seinen Geburtstag feiern
wollte. Er beschloss, an der Nachtvigil nicht teilzunehmen, sondern mit
Freunden seinen Geburtstag zu feiern. Es kam die Zeit, die Kirchentüren
zu schliessen und dies war seine Aufgabe, nur gab es immer noch Leute,
die die Statue verehrten. Als sie sahen, dass der Priester schliessen wollte,
verliessen sie eilig die Kirche. Als aber der Priester daran war, die letzte
Türe eines Nebeneingangs zu schliessen ... erfolgte plötzlich
ein starker Ton und alle Türen, die der Priester geschlossen hatte,
öffneten sich und überall ging das Licht an. Der Priester war
geschockt, da er als einziger in der Kirche war ... Er begab sich vor die
Pilgerstatue Unserer Frau kniete sich nieder und hielt die nächtliche
Vigil zusammen mit der Statue. Am folgenden Tag während der Danksagungs-Messe
weihte er die Messbesucher in sein Erlebnis ein und sagte: "Dies
war mein schönstes Geburtstagsgeschenk!"
Geschichte eines
wertvollen Tisches
Von der Insel Bohol brachten wir die Pilgerstatue Unserer Frau per
Schiff auf die Insel Leyte. Als wir dort am Hafen ankamen, wurden wir mit
vielen Fähnchen begrüsst und danach gab es eine Prozession zur
Kirche. Bei der Ankunft in der Kirche sah ich, dass der für die Statue
vorbereitete Tisch nicht sehr stabil war und so hielt ich Ausschau nach
einem anderen Tisch... In einer Ecke entdeckte ich einen teuren Tisch;
er war mit einem Tischtuch bedeckt und seine Höhe war für die
Statue perfekt. Also fragte ich, ob wir ihn haben könnten? Aber die
Person, die dort war, sagte, er sei nicht Eigentum der Kirche. Zufällig
war aber die Eigentümerin des Tisches in der Nähe und hörte
unser Gespräch. „Nehmt den Tisch nur für die Pilgerstatue" Ich
sagte zu ihr: „Aber die Konsole der Statue muss befestigt werden und zwar
mit drei Stück Metallschrauben - ist dies in Ordnung?" „Ok, Bruder"
sagte sie, „es ist ja für die Mutter Maria". Und so befestigte ich
den Sockel direkt in den Tisch durch ein von uns darauf gelegtes Tischtuch
hindurch.
Dann kam die Zeit, in eine andere Kirche zu gehen... Ich löste
die drei Metallschrauben und nahm die Pilgerstatue, um sie in den Wagen
zu bringen... Auf halbem Weg zur nächsten Kirche klingelte mein Telefon:
Es war die Eigentümerin des teuren Tisches, die mir sagte: „Bruder,
der Tisch, den wir für die Inthronisation der Statue benutzten und
den du mit den Schrauben befestigt hattest... :" „Ja, was ist mit ihm?"
„Als wir das Tischtuch von ihm entfernten, konnten wir von den Löchern
in diesem Tisch und im Tischtuch keine Spuren mehr entdecken!" Unsere
Frau beschützt sogar materielle Dinge, wenn wir sie ihr anbieten!
Ein Schwarm Fische
begrüsste Unsere Liebe Frau
Eine der aufregendsten Reisen mit der Pilgerstatue Unserer Lieben
Frau von Fatima war jene des Besuchs der kleinen Inseln auf Bohol. Dort
leben die Leute ein ganz einfaches Inselleben. Und hier erlebten wir etwas
ganz Wunderbares: Unser Boot mit der Pilgerstatue Unserer Frau von Fatima
war ungefähr 20 Meter vor dem Ufer, als ein Schwarm grosser Fische
aus dem Meer hochsprangen, indem sie sich übereinander kreuzten. Es
schien, als wollten sie die Pilgerstatue willkommen heissen; dann verschwanden
sie. Doch plötzlich, nur etwa 3 Meter vom Ufer entfernt, kam ein anderer
Schwarm von kleinen Fischen und begrüssten so Unsere Liebe Frau auf
gleiche Weise; dann verschwanden auch sie, worauf nun die Bewohner
der Insel
die Pilgerstatue ULF willkommen hiessen.
Unsere Pilgerstatue
wurde so schwer...
Ein Ort, den wir auf den Philippinen während der 100-Jahr-Feier
mit der Pilgerstatue besuchten war Marawi, wo die Christen nur gerade 3
% der Bevölkerung betragen; die restlichen 97 % sind Muslime. Die
Instruktion unseres priesterlichen Koordinators war, wir sollten auf der
Fahrt zur Kirche keinen Halt einlegen. Nur, auf dem Weg zur Kapelle Unserer
Frau von Fatima befanden sich plötzlich so viele Kinder, die uns zuwinkten,
dass wir trotzdem anhielten. Ich entnahm unseren Wagen die Pilgerstatue
und zeigte sie diesen Kindern. Sie riefen voll Begeisterung "Viva Mama
Mary! Viva Jungfrau von Fatima!!!! Danke, dass du uns besuchst!" .... Dann
war die Zeit da, um die Statue wieder in den Wagen zu legen, aber Unsere
Frau wurde auf einmal so unheimlich schwer, dass ich sie nicht mehr aufheben
konnte. Ich schwitzte und ein Helfer kam, um die Statue gemeinsam zu tragen.
Es scheint mir, dass die Pilgerstatue mir sagen wollte: „Ich möchte
bei den Kindern bleiben". Dies war der Grund, dass sie die Statue so schwer
werden liess!
(Quelle: "Schweizer Fatima-Bote"
19. Jgg., März-Mai 2018 Nr. 2/76, S. 6-11, Kreuzlingen)
Maria - unsere Mutter
Wir preisen den, den
Du geboren und wir preisen Dich, Gottesgebärerin, als lebendigen Tempel;
in Deinem Schosse bargst du den, der alles hält in seiner Hand, den
Herrn, der Dich heiligte und verherrlichte und uns singen lehrte:
Sei gegrüßt,
Wohnung des göttlichen Wortes.
Sei gegrüßt,
Heilige aller Heiligen.
Sei gegrüßt,
Arche, vom Heiligen Geiste vergoldet.
Sei gegrüßt,
Mutterschoss des übernatürlichen Lebens.
Sei gegrüßt,
Krone jener, die gut regieren.
Sei gegrüßt,
unvergääglicher Ruhm der heiligen Priester.
Sei gegrüßt,
uneinnehmbare Festung der Kirche.
Sei gegrüßt,
Schutzwall des Reiches.
Sei gegrüßt,
Siegerin in allen Schlachten.
Sei gegrüßt,
Siegerin über alle Feinde.
Sei gegrüßt,
Beschützerin unserer Seelen.
Sei gegrüßt,
Arznei unseres Leibes.
Sei gegrüßt, jungfräuliche Braut!
Wir haben Dein Loblied
gesungen, o Mutter, die Du geboren das Wort des Allerhöchsten. Nimm
die Gabe an, bewahre uns in jeder Bedrängnis und vor drohender Strafe,
uns, die wir rufen: Alleluja - Alleluja - Alleluja!
Hymnos
Akathistos, die Seligpreisung der Muttergottes, Romanos dem Meloden (+560)
zugeschrieben
jeden Tag beten:
„Oh Mein Herr, führe Mich zu Deinem Reich
und beschütze Mich vor der Finsternis, die Meine Seele verschlungen
hat. Höre Mich jetzt, o Heiligstes Herz, und durch Deine Güte
lass Dein Licht der Liebe und des Schutzes durchscheinen. “
Mein lieber Herr, ich strecke meine Arme aus,
um Dich zu bitten, meinen geliebten Bruder / meine geliebte Schwester in
Deine zärtlichen Arme zu nehmen. Segne ihn / sie mit Deinem heiligen
Blut und gib ihm / ihr die Gnade, die nötig ist, damit er / sie den
Geist Deiner Liebe empfängt, um ihn / sie in das ewige Heil zu führen.
Jesus, ich fühle mich verloren. Öffne
mein Herz, dass ich Deine Liebe annehme, und zeige mir die Wahrheit, so
dass ich gerettet werden kann.
Jesus sagt: "Wendet euch Mir zu und sagt:
"Bitte führe mich zum Licht und zur Güte Deiner großen
Barmherzigkeit und vergib mir meine Sünden" und
Ich werde euch sofort verzeihen."
Ihr müsst das folgende Bekehrungsgebet
für die anderen beten:
"O Jesus, ich bitte Dich dringend in Deiner
Göttlichen Barmherzigkeit, bedecke jene lauen Seelen mit Deinem Kostbaren
Blute, so dass sie bekehrt werden können."
Sprecht dieses kurze Gebet im Namen jener,
von denen ihr glaubt, dass sie es am dringendsten benötigen.
Bildet Gebetsgruppen des Barmherzigkeitsrosenkranzes in der ganzen Welt und verwendet dieses Gebet für jede Person, von der ihr wisst, dass sie möglicherweise im Sterben liegt; denn Ich werde ihre Rettung zusichern, wenn ihr dies tut.
Hört jetzt Mein Gebet, um euch die Ermutigung
zu geben, die ihr braucht:
"Erfülle mich jetzt, o Herr, mit der
Gabe des Heiligen Geistes, um Dein Heiligstes Wort zu den Sündern
zu tragen, denen ich in Deinem Namen helfen muss, dass sie gerettet werden.
Hilf mir, sie durch meine Gebete mit Deinem Kostbaren Blut zu bedecken,
so dass sie zu Deinem Heiligsten Herzen gezogen werden können. Gib
mir die Gabe des Heiligen Geistes, so dass diese armen Seelen sich an Deinem
Neuen Paradies weiden können."
Sprecht dieses Gebet jeden Tag, nachdem ihr Meinen Barmherzigkeitsrosenkranz
gebetet habt, und ihr werdet durch eure Treue zu Mir helfen, Meine Kinder
zu retten.
Betet zu Meinem Vater, im Namen Seines geliebten Sohnes,
um globale Katastrophen abzuwenden, und Er wird eure Gebete erhören.
Ihr werdet große Zeichen am Himmel sehen, bevor „Die Warnung“ stattfindet.
Sterne werden mit solcher Wirkung kollidieren, dass das Schauspiel, das
die Menschen am Himmel einer Katastrophe gleich sehen, sie verwirren wird.
Während diese Kometen durchziehen, wird sich ein großer roter
Himmel ergeben und das Zeichen Meines Kreuzes wird überall auf der
Welt von jedem gesehen werden. Viele werden Angst haben. Aber Ich sage:
Jubelt; denn ihr werdet zum ersten Mal in eurem Leben ein wahrhaft Göttliches
Zeichen sehen, das eine große Kunde für die Sünder überall
darstellt.