Vertrauen
wir auf unsere Schutzengel! Horst Obereder glaubt fest an seinen Schutzengel
und ist davon überzeugt, daß er ihm in vielen Situationen seines
Lebens zur Seite gestanden ist. Dieser Bericht über seine Erfahrungen
mit der Hilfe seines Engels schildert eine Fülle von Begebenheiten,
in denen das Eingreifen des Schutzengels offensichtlich ist und doch wahrscheinlich
von den meisten Menschen übersehen würde:
Engel
in Menschengestalt Eine ganz eigenartige Geschichte haben wir
in Marienfried erlebt. Meine Frau und ich, wir haben ein Seminar besucht
und in Marienfried geschlafen. Am Morgen vor der Abreise saßen wir
beim Frühstück an einem Tisch mit vielleicht zehn Personen. Es
waren offenbar alles Teilnehmer am Kurs, denn viele sprachen von den Eindrücken
und Erfahrungen des Seminars. Ein etwa sechzigjähriger Mann aber fiel
mir auf, der sich bei den Gesprächen nicht beteiligte, und den ich
auch bei den Vorträgen nicht gesehen hatte. Er war der Erste, der sich vom Tisch erhob
und unerwartet zu den gegenüber von uns sitzenden Menschen ging und
plötzlich sagte: „Ihnen möchte ich
sagen, sie sollen bei ihrem Lobpreis auch die Muttergottes miteinbeziehen."
Er verließ die etwas verdutzten Kursteilnehmer und kam zu meiner
Frau, die wie ich mit großen Anliegen zu dem Kurs gekommen war. Er
blieb vor ihr stehen und sagte: „Und ihnen
möchte ich sagen: Gehen sie in die Kirche vor die Christkönigs-Statue,
sie wird ihnen etwas sagen." Der Mann drehte
sich um und verließ den Raum. So etwas hatten wir noch nie erlebt. Wer war
das, was soll das? Meine Frau jedenfalls ging nach dem Frühstück
in die Kirche und saß vor der Statue. Es war gerade das Ende einer
Hl. Messe. Nach dem Segen war eine kurze Stille und die nächste Eucharistiefeier
wurde vorbereitet. Da dachte meine Frau: „Jetzt mußt du aber schnell
reden, denn sonst ist es wieder laut." Und sie hörte innerlich auch
ein Wort, das für die Situation passend war. Es ist jetzt uninteressant, wie dieses Wort
gelautet hat. Wichtig ist, daß die Statue zu meiner Frau gesprochen
hat. Es war ein prophetisches Wort, auf dessen Erfüllung wir sehnlichst
warten. Dieses Wort aber gibt uns Kraft, vieles zu ertragen, was sonst
untragbar erschiene. Wer aber war diese Gestalt, die beim Frühstück
anwesend war, die aus dem Nichts erschien und wieder verschwand? Wir werden
es in diesem Leben sicher nicht erfahren. War es ein Mensch mit besonderen
Geistesgaben, war es ein Scharlatan, war es der hl. Josef oder war es der
Schutzengel? Wie dem auch immer sei, es war ein Engel in
Menschengestalt, denn er hat unseren Glauben und unser Vertrauen gestärkt. Und wir müssen bei so einer Geschichte
nicht immer alle Details erfahren. Es ist nicht wichtig, „was" die Statue
gesagt hat, wichtig ist, daß sie gesprochen hat. Es ist so wie bei
der Beschneidung Jesu. Da kam die Prophetin Hanna zum Tempel. Man erfährt
alles über ihre Vorgeschichte, aber nichts davon, was sie über
das Kind gesprochen hatte (Lk 2,36-38).
Lieber
Jesus, schicke mir bald einen Engel in Menschengestalt. Ich vertrau nicht
allein dem Verstand, ich brauche einen Engel an meiner Hand. (Quelle: Mediatrix-Verlag, "Der
Gefährte" Nr. 3-2019, S. 9-10, Altötting)
Der
Schutzengelmonat September! Der Schutzengelglaube ist biblisch begründet
Unser
Schutzengelglaube ist nicht etwa eine fromme Einbildung, sondern gründet
sich auf Worte der Heiligen Schrift, die im 2.
Buch Moses stehen: „Siehe,
ich sende meinen Engel, daß er vor dir hergehe und dich auf deinem
Wege behüte. Achte auf ihn und höre seine Stimme. Glaube nicht,
ihn mißachten zu dürfen!" Und auf
die Worte Jesu: „Ihre Engel im Himmel schauen
immerdar das Antlitz meines Vaters, der im Himmel ist." Schutzengelglaube
und Schutzengelvertrauen dürfen nicht bloß eine Angelegenheit
der Kinder sein, auch Erwachsene brauchen den Rat und Schutz ihres heiligen
Engels. Wir wissen ja allzu gut, welche Ungeister und diabolischen Mächte
einer glaubensarmen und sittenverrohten Welt heute unser seelisches Glück
bedrohen. Stellen wir uns täglich unter den Schutz unseres heiligen
Engels durch ein kurzes und kerniges Gebet! Auch wenn wir unser Fahrzeug
besteigen, ist ein kurzes Stoßgebet sehr sinnvoll: „Heiliger
Schutzengel mein, laß mich dir empfohlen sein!"
So groß ist
die Würde der Seele, daß eine jede von Geburt an einen Engel
zu ihrem Schutz zugewiesen erhält. (Hl.
Hieronymus) (Bild links:
Literaturangebote vom Mediatrix-Verlag)
(Quelle:
"Der Gefährte", Nr. 3/2009, S. 14. Altötting. Bitte bestellen
Sie diese sehr empfehlenswerte Zeitschrift!)
Die
unsichtbare Welt der Engel von Johannes Paul
II.
„Das
Thema Engel
mag heutigen Menschen fernliegen oder für das konkrete Leben nicht
sonderlich wichtig erscheinen. Und doch glaube ich, dem Menschen einen
großen Dienst zu erweisen, wenn ich freimütig von den Engeln
spreche." Wie
in vergangenen Zeiten, so spricht man auch heute mit mehr oder weniger
Weisheit von diesen geistigen Wesen. Man muß zugeben, daß die
Verwirrung bisweilen recht groß ist. Das bringt die Gefahr mit sich,
etwas als Glaube der Kirche über die Engel hinzustellen, was gar nicht
zu diesem Glauben gehört, oder umgekehrt einen wichtigen Gesichtspunkt
an dieser geoffenbarten Wahrheit zu übergehen.
Der Hofstaat Gottes Die
Erschaffung jener rein geistigen Wesen, die die Heilige Schrift „Engel"
nennt, wird in den Glaubensbekenntnissen klar erwähnt, wenn es heißt:
„Ich
glaube an den einen Gott. den allmächtigen Vater, Schöpfer des
Himmels und der Erde, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge"
(d.h. Wesen). Die Engel, die reine Geister sind, gehören der unsichtbaren
Schöpfung an, nicht der sichtbaren Welt. Sie sind aber in ihr gegenwärtig
und tätig. Die göttliche Vorsehung als liebevolle Weisheit Gottes
wird gerade in der Erschaffung rein geistiger Wesen offenbar. Ihre Gottähnlichkeit
kommt dabei besonders gut zum Ausdruck, die alles in der sichtbaren Welt
Erschaffene, den Menschen eingeschlossen, der gleichfalls ein unauslöschliches
Ebenbild Gottes ist, weit überragt. Denn Gott, der absolut vollkommene
Geist, spiegelt sich vor allem in den geistigen Wesen wider, die Ihm von
ihrer Natur her, d.h. wegen ihrer Geistigkeit, viel näher stehen als
die materiellen Geschöpfe. Sie bilden gleichsam die allernächste
„Umgebung", gewissermaßen den Hofstaat des Schöpfergottes. Die
Heilige Schrift bietet ein recht deutliches Zeugnis dieser großen
Gottesnähe der Engel, wenn sie in bildhafter Sprache von ihnen als
dem „Thron" Gottes, als seinen „Scharen", seinem „Himmel" spricht.
Diener Jesu Das
Neue Testament beleuchtet die Rolle der Engel in Hinblick auf Christus,
den Erlöser der Welt; vor allem bei der Rolle der Verkündigung
und der Geburt. Oder auch der Schutz des neugeborenen Jesus vor der Gefahr
der Verfolgung durch Herodes (vgl. Mt 2,13). Weiters sprechen die Evangelien
von der Gegenwart der Engel während des 40-tägigen Fasten Jesu
in der Wüste (Mt 4,11) und während des Gebetes in Gethsemani.
Nach der Auferstehung Jesu ist beim Grab auch ein Engel, der in der Gestalt
eines jungen Mannes erscheint und zu den Frauen sagt „Fürchtet
euch nicht! ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn
er ist auferstanden... geht schnell zu seinen Jüngern" {Mt 28,5-7).
Wenn wir das zweite Kommen Jesu Christi betrachten, finden wir in den Evangelien,
daß „der Menschensohn... in der Herrlichkeit
des Vaters mit den heiligen Engeln kommen wird" (Mk 8,38; oder Mt 16,27).
Man kann sagen, daß die Engel Christus in Schlüsselmomenten
seines Lebens und seiner Erlösungsmission umgeben und begleiten.
Züge ihres
Wesens Ihr
rein geistiges Wesen schließt vor allem ihre Unsterblichkeit ein.
Sie sind nicht dem Gesetz der Vergänglichkeit unterworfen, das die
ganze materielle Welt beherrscht. Jesus selbst hat bezüglich der Natur
der Engel gesagt: „Sie (die Auferstandenen)
können nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich geworden...
sind" (Lk 20,36). Die Engel haben keinen Leib;
sie können freilich unter bestimmten Umständen aufgrund ihrer
Sendung zugunsten der Menschen in sichtbarer Gestalt erscheinen. Die Engel
sind mit Verstand und freiem Willen ausgestattet, genau wie der Mensch,
aber von höherem Grad als dieser, und doch auch nur in begrenzter,
endlicher Weise infolge der Grenzen, die allen Geschöpfen eigen sind.
Die Engel sind also personale Wesen und darum wie der Mensch ebenfalls
„Bild und Gleichnis" Gottes. Die Heilige Schrift gibt den Engeln auch Benennungen,
und zwar nicht nur persönliche wie die Eigennamen Gabriel, Rafael
und Michael, sondern auch Gattungsnamen wie die Bezeichnungen Serafim,
Kerubim, Throne, Mächte, Gewalten, Fürsten; die Heilige Schrift
unterscheidet auch zwischen Engeln und Erzengeln. Diese personalen Wesen
sind fast wie in Gesellschaften gruppiert und lassen sich nach Ordnungen
und Abstufungen einteilen, entsprechend dem Maß ihrer Vollkommenheit
und den ihnen anvertrauten Aufgaben. Frühe Autoren wie Dionysios der
Areopagit sprechen ferner - wie es auch die Liturgie der Kirche tut - von
neun Engelchören. Jesus selbst hat gesagt: „Die
Engel schauen stets das Antlitz meines himmlischen Vaters im Himmel" (Mt
18,10). Dieses „stets das Antlitz des Vaters
im Himmel schauen" ist der höchste Ausdruck der Anbetung Gottes, ja
man kann sagen, es stellt jene „himmlische Liturgie" dar, die im Namen
des gesamten Universums vollzogen wird und die sich unaufhörlich mit
der irdischen Liturgie der Kirche verbindet. Es sei nur daran erinnert,
daß die Kirche sich täglich, ja sogar stündlich über
die ganze Welt hin zu Beginn des eucharistischen Hochgebetes, im Herzstück
der heiligen Messe, auf die Engel und Erzengel beruft, um das Lob des dreimal
heiligen Gottes zu singen und sich so mit jenen ersten Anbetern Gottes
zu vereinen.
Ausgesandt zu helfen Engel,
angelus, bedeutet Gesandter oder Botschafter. Die Engel, geistige Geschöpfe,
haben eine Funktion der Vermittlung in der Beziehung zwischen Gott und
Mensch. „Sind sie (die Engel) nicht alle dienende
Geister, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen?" (Hebr
1,14) Im
Psalm
90 heißt es: „Denn
er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. Sie
tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen
Stein stößt." Das Buch Daniel lehrt,
daß die Aufgaben der Engel als Botschafter des lebendigen Gottes
auch für ganze Nationen gelten (Dan 10,13-21). Als Jesus einmal von
den Kindern sprach und die Mahnung gab, ihnen kein Ärgernis zu geben,
berief er sich auf „ihre Engel" (Mt 18,10).
Besonders
die Apostelgeschichte läßt erkennen, wie die Engel um den Menschen
und sein Heil besorgt sind. So, wenn ein Engel Gottes die Apostel aus dem
Gefängnis befreit (vgl. Apg 5,18-20), vor allem auch Petrus, der von
Herodes mit dem Tod bedroht war (vgl. Apg 12, 5-10); oder wenn ein Engel
den heiligen Petrus bei allem führt, was dieser hinsichtlich des Hauptmanns
Kornelius, des ersten aus dem Heidentum Bekehrten, unternimmt. Ähnliches
gilt von Philippus auf der Straße von Jerusalem nach Gaza: „Ein Engel
des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der
Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt
durch eine einsame Gegend. Und er brach auf (Apg 8, 26—29). Die
Kirche bekennt ihren Glauben an die Schutzengel und verehrt sie mit einem
eigenen Fest. Sie empfiehlt uns, wir sollten uns ihnen häufig im Gebet
anvertrauen, etwa in den bekannten Anrufungen des Schutzengels. Abschließend
sei noch bemerkt, daß die Kirche in ihrer Liturgie drei Engel besonders
verehrt. Der erste ist der Erzengel Michael „Wer ist wie Gott?" Der zweite
ist Gabriel, „Macht Gottes". Der dritte Erzengel schließlich heißt
Rafael: „Gott heilt". (Textquelle:
Zusammengestellt nach den sechs Katechesen über die Engel von t Papst
Johannes Paul II.)
Privat-Exorzismus
Unter
Anwendung des Kreuzzeichens und Weihwassers zu gebrauchen und häufig
über sich und andere - auch aus der Ferne zu sprechen, namentlich
in Zeiten schwerer Versuchungen und Prüfungen, großer Furcht
und Verwirrung, bei Anwandlungen von Ängsten und Verzweiflung, vor
wichtigen Geschäften und Entscheidungen, über feindlich gesinnte
Menschen, insbesondere am Kranken- und Sterbebett: Im
Namen Jesu und im Namen Maria befehle ich euch, ihr höllischen Geister,
weichet von uns (ihnen) und diesem (jenem)
Orte und waget nicht, wiederzukehren und uns (sie) zu versuchen und uns
(ihnen) zu schaden. Jesus! Maria! (3mal). Heiliger
Michael, streite für uns! Heilige Schutzengel, bewahret uns von allen
Fallstricken des bösen Feindes!
Segensspruch
Der Segen
+ des Vaters, die Liebe + des Sohnes und die Kraft des + Heiligen Geistes;
der mütterliche Schutz der Himmelskönigin, der Beistand der heiligen
Engel und die Fürbitte der Heiligen - sei mit uns (dir, ihnen) und
begleite uns (dich, sie) überall und allezeit! Amen.
Exorzismus des hl. Antonius von Padua Sehet
+ das Kreuz des Herrn! Fliehet,
ihr feindlichen Mächte! Gesiegt
hat der Löwe aus dem Stamme Juda, das Reis Davids. Deine
Barmherzigkeit sei über uns, o Herr, die wir auf Dich gehofft haben.
Rosenkranz zu den
neun Chören der heiligen Engel
Heiliger
Michael! Ich empfehle dir die Stunde meines Todes; halte in derselben den
bösen Feind gefangen, daß er mich nicht anfechten und meiner
Seele nicht schaden kann. Vaterunser...
Ave Maria- Heiliger
Gabriel! Erlange mir von Gott einen lebendigen Glauben, eine starke Hoffnung,
innige Liebe und große Andacht zum Heiligsten Altarsakrament. Vaterunser...
Ave Maria... Heiliger
Raphael! Führe mich allezeit den Weg der Tugend und Vollkommenheit. Vaterunser...
Ave Maria... Heiliger
Schutzengel! Erlange mir göttliche Einsprechungen und die besondere
Gnade, dieselben treu zu befolgen. Vaterunser...
Ave Maria... 0
ihr flammenden Seraphim! Erlanget mir eine brennende Liebe Gottes. Vaterunser...
drei Ave Maria... 0
hocherleuchtete Cherubim! Erlanget mir die wahre Erkenntnis Gottes und
die Wissenschaft der Heiligen. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
vortreffliche Thronen! Erlanget mir den Frieden und die Ruhe des Herzens. Vaterunser...
drei Ave Maria... 0
hohe Herrschaften! Erlanget mir den Sieg über alle bösen Neigungen
und Begierden. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
unüberwindliche Gewalthaber! Erlanget mir Stärke wider alle bösen
Geister. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
wundertätige Kräfte! Erlanget mir die Fülle aller Tugenden
und Vollkommenheit. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
durchlauchteste Fürstentümer! Erlanget mir vollkommenen Gehorsam
und Gerechtigkeit. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
heilige Erzengel! Erlanget mir Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes. Vater
unser... drei Ave Maria... 0
heilige Engel! Treue Schutzgeister! Erlanget mir wahre Demut und großes
Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit. Vater
unser... drei Ave Maria...
Aufopferung
Liebster
Jesus! - Diesen Rosenkranz übergebe ich Deinem göttlichen Herzen;
vervollkommne Du ihn zur größeren Freude Deiner heiligen Engel.
Sie mögen mich in ihrem Schutz erhalten, besonders in meiner Sterbestunde,
wozu ich sie alle von Herzen einlade, damit ich, durch ihre Gegenwart gestärkt,
den Tod mit Freuden erwarte und vor den höllischen Nachstellungen
beschützt werde. Ich bitte euch auch inständig, ihr lieben, heiligen
Engel, besucht die Armen Seelen, vor allem meine Eltern, Freunde und Wohltäter,
meine Patinnen und Paten. Helft ihnen zur baldigen Erlösung und bittet
um Erbarmen auch für mich nach meinem Tode. Dies bitte ich euch durch
die heiligsten Herzen Jesu und Mariens. Amen.
Versprechungen des
heiligen Erzengels Michael Wer
diesen Rosenkranz vor der heiligen Kommunion andächtig betet, wird
mit dem Kostbaren Blut Jesu gereinigt, von neun heiligen Engeln, aus jedem
Chor einem, zur heiligen Kommunion begleitet. Wer diesen Rosenkranz täglich
betet, wird in seiner Sterbestunde von neun heiligen Engeln besucht, getröstet,
gestärkt und vor den höllischen Feinden beschützt werden.
Ebenso werden seine Verwandten im Fegefeuer neunmal des Tages besucht und
getröstet.
Zum heiligen Erzengel
Michael
Heiliger
Erzengel Michael, mit deinem Lichte erleuchte uns! Heiliger Erzengel Michael,
mit deinen Flügeln beschütze uns! Heiliger Erzengel Michael,
mit deinem Schwerte verteidige und rette uns! Amen.
Schutzengel-Gebet
Engel
Gottes, mein Beschützer, dir hat Gottes Vaterliebe mich anvertraut.
Erleuchte, schütze, lenke und leite mich!
Litanei zu den heiligen Engeln
Herr,
erbarme Dich unser! Christus,
erbarme Dich unser! Herr,
erbarme Dich unser! Christus,
erhöre uns! Gott
Vater, Du Schöpfer der Engel, - erbarme Dich unser! Gott
Sohn, Du Herr der Engel, - erbarme Dich unser! Gott
Heiliger Geist, Du Leben der Engel, - erbarme Dich unser! Heiligste
Dreifaltigkeit, Du Wonne aller Engel, - erbarme Dich unser! Heilige
Maria, - bitte für uns! Du
Königin aller Engel, - bitte für uns! Alle
Chöre der heiligen Engel, - bittet für uns! Ihr
heiligen Seraphim, Engel der Liebe; Ihr
heiligen Cherubim, Engel des Wortes; Ihr
heiligen Throne, Engel des Lebens; Ihr
heiligen Engel der Anbetung; Ihr
heiligen Herrschaften; Ihr
heiligen Gewalten; Ihr
heiligen Fürsten des Himmels; Ihr
heiligen Mächte. Heiliger
Erzengel Michael, - bitte für uns! Du
Besieger Luzifers; Du
Engel des Glaubens und der Demut; Du
Hüter der heiligen Ölung; Du
Patron der Sterbenden; Du
Fürst der himmlischen Heerscharen; Du
Weggeleiter der abgeschiedenen Seelen. Heiliger
Erzengel Gabriel, - bitte für uns! Du
Engel der Menschwerdung; Du
getreuer Bote Gottes; Du
Engel der Hoffnung und des Friedens; Du
Schirmherr aller Knechte und Mägde Gottes; Du
Hüter der heiligen Taufe; Du
Patron der Priester. Heiliger Erzengel Raphael, - bitte für uns! Du
Engel der göttlichen Liebe; Du
Bezwinger des bösen Feindes; Du
Helfer in großer Not; Du
Engel des Schmerzes und der Heilung; Du
Patron der Ärzte, der Wanderer und Reisenden. Ihr
großen heiligen Erzengel, - bittet für uns! Ihr
Engel des Dienstes vor Gottes Thron; Ihr
Engel des Dienstes an uns Menschen; Ihr
heiligen Schutzengel; Ihr
Helfer in unseren Nöten; Ihr
Licht in unserer Dunkelheit; Ihr
Stütze in jeder Gefahr; Ihr
Mahner in unserem Gewissen; Ihr
Fürbitter an Gottes Thron; Ihr
Schild der Abwehr des bösen Feindes; Ihr
unsere beständigen Begleiter; Ihr
unsere sichersten Führer; Ihr
unsere treuesten Freunde; Ihr
unsere klugen Ratgeber; Ihr
unser Vorbild im flügelschnellen Gehorsam; Ihr
Tröster in Verlassenheit; Ihr
Spiegel der Demut und Lauterkeit; Ihr
Engel unserer Familien; Ihr
Engel unserer Priester und Seelsorger; Ihr
Engel unserer Kinder; Ihr
Engel unserer Heimat und des Vaterlandes; Ihr
Engel der heiligen Kirche; Alle
heiligen Engel. Im Leben steht uns bei! Im Tode steht uns bei! Im Himmel
wollen wir es euch danken! Lamm
Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Verschone uns, o Herr! Lamm
Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Erhöre uns, o
Herr! Lamm
Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt. - Erbarme Dich unser! Christus
höre uns! - Christus, erhöre uns! Herr, erbarme Dich unser! Seinen
Engeln hat Gott deinetwegen befohlen - sie sollen dich behüten auf
allen deinen Wegen. Lasset
uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott! Verleihe uns die Hilfe Deiner
himmlischen Heerscharen, damit wir durch sie vor den Angriffen des bösen
Feindes bewahrt bleiben und, durch das Kostbare Blut unseres Herrn Jesus
Christus und die Fürbitte der Allerseligsten und Unbefleckten Jungfrau
Maria von jeder Not befreit, Dir in Frieden dienen können. Durch unsem
Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir und dem Heiligen Geiste
lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen mit
Approbation der Apostolischen Administratur Innsbruck.
1.April 1956
Zur Königin
der Engel
Hehre
Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, die du von Anbeginn
von Gott die Macht und die Sendung erhalten hast, den Kopf des Satans zu
zertreten, wir bitten dich demütig, sende deine heiligen Legionen,
damit sie unter deinem Befehl und durch deine Macht die höllischen
Geister verfolgen, überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden
machen und sie in den Abgrund zurückstoßen. Wer ist wie Gott?
Heilige Engel und Erzengel, verteidigt und beschützt uns! O gute und
zärtliche Mutter, du wirst immer unsere Liebe und Hoffnung bleiben.
Amen
Zum Heiligen Geist Heiliger
Geist, beseele uns! Gottes
Lieb' verzehre uns! Den
Weg der Wahrheit führe uns! Maria,
Mutter, schau auf uns! Mit
deinem Jesus segne uns! Vor
aller Täuschung und Gefahr, vor allem Übel uns bewahr'! Amen.
Der heilige Schutzengel
Gott
schätzt unsere Seelen überaus hoch. So sanft sonst immer werden seine
Worte wie Donnerschläge, da er von den Seelenmördern, den Verführern
unschuldiger Seelen spricht. Dieser Pest der Menschheit, versichert uns
Jesus, wäre es das Beste, wenn sie aus der Mitte unverdorbener Menschen
herausgerissen würde; Einen entsetzlichen Tod hätten sie vollauf
verdient. Und er, indessen Weltgerichte dereinst die Sünder über sich
selbst wehklagen werden, er hat schon längst das Wehe über solche
Seelenverderber ausgerufen: „Wehe der Welt um der Ärgernisse willen!“ So siehst
du, lieber Christ, was bei Gott eine unsterbliche Seele und auch deine
Seele gilt. Und willst du es noch besser begreifen, dann denke an die
vielen Gaben, die Gott zum Heile deiner Seele gespendet hat und noch
immer spendet. Du kannst sie nicht zählen. Hat ja der Gebieter der Welt
sogar seinen eigenen himmlischen Hofstaat, die Engel, zu unserem
Schutze, zu unserer Seelenrettung aufgeboten. Denn Gottes Engel sind
auch unsere Engel, „ausgesandt zum Dienste um deretwillen, die
die Erbschaft des Heils erlangen sollen.“ (Hebr 1,14) Diesen hohen Geistern soll nun unsere besondere Aufmerksamkeit und Verehrung geweiht sein. Wie ein
schlechter Kamerad ein großes Unheil für den Menschen ist, so
betrachten wir einen gewissenhaften Freund als ein hohes Glück für uns.
Viel Wert ist schon, dass er uns gewiss gern in Not und Gefahren
beisteht. Allein gar oft reicht irdischer Freundesbeistand, überhaupt
jegliche Menschenhilfe nicht hin. Als der erste Papst unserer heiligen
Kirche, der heilige Petrus, um seines Glaubens willen ins Gefängnis
geworfen wurde und dem baldigen Tode entgegensah, da hätten wohl
bereitwillig Hunderte von Christen ihr Leben für seine Errettung
hingegeben. Aber das wäre ganz vergeblich gewesen: Hilfe von Menschen
war unmöglich. Jedoch „bei Gott ist kein Ding unmöglich“; er sandte
einen mächtigen Helfer. Siehe, es kam ein Engel des Herrn, und Licht
strahlte im Kerker, und er stieß Petrus an, weckte ihn und sprach:
„Steh eilig auf!“ Sobald Petrus dies getan, fielen ihm die Ketten von
den Händen. Dann sprach der Engel zu ihm: „Gürte dich und binde dir die
Sandalen an.“ Es geschah. Der Engel gebot weiter: "Lege dir ein Gewand
um und folge mir.“
Petrus gehorchte und gelangte aus dem Gefängnis hinaus. Noch hielt er
das alles für ein Traumbild. Sie gingen nun durch die erste und zweite
Wache und kamen ans Stadttor. Dasselbe öffnete sich ihnen von selbst.
Indem sie sodann eine Gasse vorwärts gingen, befand sich der
Apostelfürst in der Nähe eines bekannten christlichen Hauses: Er war
gerettet. Deshalb verschwindet jetzt der Engel. Da kommt Petrus zu
sich, und er erkennt und bekennt, dass ihm sein Engel befreit habe; er
ruft aus: „Nun weiß ich wahrhaft, dass der Herr seinen Engel gesandt
und mich entrissen hat der Hand des Herodes und aller Erwartung des
Volkes der Juden.“ Und wie oft, lieber Christ, mögen sonst Menschen
Gefahren entrissen worden sein durch himmlische Geister! Die Heilige
Schrift erzählt ja davon eine große Menge Beispiele. Ferner,
wer war es, der den Lot aus dem lasterhaften Sodoma rettete? „Ein
Engel.“ Wer bewahrte die drei Jünglinge im Feuerofen vor den
versengenden Gluten?, wer den Daniel in der Löwengrube vor dem Rachen
der wilden Tiere? Wiederum ein Engel. Wem dankte der junge Tobias
wiederholt die Befreiung aus Lebensgefahren? Einem Engel. Siehe, lieber
Christ, so hat Gott den Schutz der Engel, die eigentlich hienieden
unsichtbar sind, mehrfach in die sichtbare Erscheinung treten
lassen, damit diese Glaubenslehre von den heiligen
Schutzengeln bei dir zur recht festen Überzeugung werde, dass du
versichert seiest: „Gott hat deinen Engeln auch deinethalben befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ (Ps 90,11) Ja, wie
vielmal zusammen mag auch dir schon der Schutz deines Engels zuteil
geworden sein! Besonders liebt und schirmt der heilige Schutzengel die
Kinder, weil sie unschuldig und wegen ihrer Unerfahrenheit zahlreichen
Gefahren ausgesetzt sind. Ob jemand aus uns auch nur die paar ersten
Lebensjahre ohne seinen Schutzengel überstanden hätte? Wohl kaum. Das
las man vor einigen Jahren aus Wien von einem dreijährigen Knaben, der
vom Pferde einer Straßenbahn niedergeworfen wurde, so dass die Räder
über ihn gingen. Der Knabe aber sei zum Erstaunen aller unverletzt
geblieben. Vor mehreren Jahren fiel das Söhnchen eines
österreichischen Prinzen aus dem Eisenbahnwagen und verschwand
unter dem dahinbrausenden Zuge. Man gab das Notsignal, und der Zug
hielt an. Aber welche Verwunderung! Das Kind lief wohlbehalten dem Zuge
nach. Ja, Kinder haben ihre Schutzengel, und die sind ihre besten, weil
hilfreichsten Freunde. Verfolgt vor dem Hasse des Bruders, allein in menschenleerer Wüste, hatte einst der Patriarch Jakob einen
gar tröstlichen Traum. Er sah eine Leiter, die vom Erdboden bis zum
Himmel reichte. Oben auf der Leiter erschien Gott, und die Leiter auf
und nieder stiegen Engel. Was sollte dieses Traumbild bedeuten? Die
Vorsehung Gottes. Gott schaut herab auf alles und wacht über alles, er
lenkt alles, er hilft auch in Not und bedient sich dabei vorzüglich der
Engel. Gott läßt sie zu dir herniedersteigen, damit sie dir helfen in
Werken, „dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“ und sie steigen
hinauf zu Gott, um dir zu helfen in Worten, um für dich zu bitten vor
Gottes Thron. „Und wenn
dann,“ heißt es im göttlichen Buche der Bibel, „wenn dann ein
Engel, einer aus den Tausenden, für ihn‚ (den armen Erdenpilger)
spricht und des Menschen Gerechtigkeit verkündet, so wird Gott sich
über ihn erbarmen und sagen: „Erlöse ihn, damit er nicht hinabsteige
zum Verderben; ich habe gefunden, worin ich ihm gnädig sein will.“ (Joh
33, 23-24) Wie kannst du da, lieber Christ verzagen! Und mögen auch
alle Menschen sich von dir abwenden, du stehst dennoch nicht allein. Du
hast Gott im Himmel zu deinem Vater und deinen heiligen Schutzengel zu
deinem hilfreichsten Freunde. Wenn sie beide für dich sind, so hast du
mehr als die ganze Welt. Vertraue doch deinem Schutzengel, suche bei im
Trost und Hilfe. O, wie gern betet das fromme Kind zum heiligen Engel! Nicht eher
will es einschlafen, nicht eher aufstehen, als bis es sein
Schutzengelgebetchen verrichtet hat. So hast du, lieber Leser, sicher
es auch gehalten Tag für Tag in deiner Kindheit. Hältst du nun noch an
dieser schönen Sitte fest? Betest du noch täglich zu deinem heiligen
Beschützer? Traurig, wenn dem nicht so wäre, wenn du vielleicht tage-
wochen- jahrelang kaum an deinen Schutzengel denkst. Dann freilich, da
du ihn so ganz vergissest wird er auch dir immer mehr seine Hilfe
entziehen. Und bedarfst du dieser nun nicht mehr? Allerdings vor
leiblichen Gefahren kannst du dich jetzt eher selbst schützen, jedoch,
es gibt auch Seelengefahren, und die nehmen gerade mit den Jahren aus
der Kindheit zur Jugendzeit zu. Siehe, da möchte wieder der Schutzengel
dir gern beistehen mit Rat, Mahnung und Warnung. Er ist
dein aufrichtigster Freund. Die Welt hat viele, die sich Freunde
nennen. Aber, sind das immer wahre Freunde? Sie lieben dich wohl,
freuen sich über dein Wohlergehen, vertrauen dir vielleicht ihre
Geheimnisse an und helfen in Bedrängnissen. Doch besitzen sie auch die
Aufrichtigkeit, dich, wenn nötig, zum Guten zu mahnen und vor Bösem zu
warnen? Ist das leider nicht das Gewöhnliche, dass dieser sogenannte
Freund zu allen deinen Fehlern schweigt, sie sogar lobt? Die heiligen Engel gehören nicht zu dieser Klasse von Freunden. Denke an die biblische Geschichte von Balaam. Dieser hatte sich aufgemacht, um dem auserwählten Volke zu fluchen. Sein Engel aber trat
ihm in den Weg, stürzte in zu Boden und sprach: „Siehe, ich bin
gekommen, dir zu widerstehen, dich zu stürzen, weil dein Weg verkehrt
ist und mir entgegen“ (4 Mos 22,32) und der Engel zeigte ihm, was er zu
tun habe, nachdem Balaam bekannt hatte: „Ich habe gesündigt; denn ich
wußte nicht, dass du mir entgegenständest.“ Unser Engel macht es sonach
mit seinen Schutzbefohlenen, wie gewissenhafte Eltern mit ihren Kindern
verfahren. Sie sehen nicht deren Unarten ruhig zu oder lachen gar
darüber, sondern sie weisen sie zurecht, mahnen und warnen in ruhig
liebevollen Worten, und wenn das alles nichts hilft, scheuen sie auch
vor Strafe nicht zurück. Wenn der
junge Mensch heranwächst, will die Leidenschaft sich erheben, die Welt
drängt mächtig auf ihn ein, die Hölle lockt durch ihre bösen Geister,
um die noch unschuldigen Seelen zu betören, die Versuchung naht.
Leichtsinnige junge Leute reden dir, Jüngling und Jungfrau, zu, du
solltest dich des Lebens freuen. Und was auch die Seelsorger über
gefährliche Vergnügungen predigten, meinen sie, sei so schlimm nicht,
und ob sie gleich sagen, dies und das ist eine Sündengelegenheit und
führt zur Schande vor Gott und Menschen, nun, viele andere treiben es
ja auch so. Ach, unerfahrene Jungfrau, und du, Jüngling, wie
willst du da in der Tugend standhalten? Wir, die ganze gutgesinnte
Gemeinde und besonders deine Eltern, beschwören dich: Weise sofort die
Versucher zurück. Halte auch deine Ehre. Höre auf deinen heiligen
Schutzengel, der stets bei dir ist und dir dringend zuspricht: „Die
Welt vergeht mit ihrer Lust, aber es bleiben die Gewissensbisse von der
sündhaft verbrachten Jugendzeit, sie begleiten dich durchs ganze Leben,
du nimmst sie mit auf das Totenbett. Dann strömen die Tränen, dann wird
gejammert: Ach hätte ich meine Jugend tugendhaft verbracht! Allein die
verlorene Unschuld kehrt nicht wieder. Die sündige Lust ist kurz, die
Reue lang – bis zum Tode. Oder gibt es nicht auch eine Reue, die mit
dem Tode nicht stirbt, sondern ewig fortdauert … dort unten am
Verzweiflungsorte? Ja, dahin führt die sündige Jugendzeit. Denn wer in
der Jugend ist verdorben worden, bleibt meist ein schlechter Mensch.
Darum das schreckliche Wehe unseres Heilandes und Gottes über den, der
die Jugend verdirbt. Oh teurer
Jüngling und du Jungfrau folge nicht den schlimmen Ratgebern, folge
deinem guten Berater, deinem heiligen Schutzengel, der dich vor allem
vor schändlicher Sünde warnt. Du weißt, wie Gott selbst vom Schutzengel
sagt: „Habe Acht auf ihn, und höre seine Stimme und gedenke nicht, ihn
verschmähen zu dürfen.“ (2 Mos 23,20-21) Große
Beruhigung und Frieden wird das dir im Tode bereiten. Noch steht dann
dein heiliger Engel zu Seite. Irdische Freunde und Verwandte haben dich
vielleicht im Stiche gelassen. Wer weiß denn, wie es uns noch ergehen
wird, ob wir nicht in Unglück oder Not sterben werden! Vertraue, dein
Schutzengel wird dich nicht verlassen, wie es dir auch geht; seine
Freundschaft ist dauerhaft. Du hast ja gesehen, gerade in Not und
Gefahren hilft er am liebsten. Hier unter uns Menschen herrscht steter
Wechsel und Trug. Was Freundschaft verbunden, ach, das lockert und löst
oft und gar bald Ort, Zeit und Tod. Von unserem Schutzengel
dagegen vermag uns nichts zu trennen, solange wir leben; nicht Tod:
denn die Engel sterben nicht; nicht Ort und Zeit: „denn seinen Engeln
hat Gott deinetwegen befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen
Wegen“, also wo immer du lebst und solange du lebst. Er wacht
dann auch noch an deinem Sterbebette. Doch auch der böse Feind naht
sich dir in jener entscheidenden Stunde. Beide Geister stehen bereit,
deine Seele bei der Trennung vom Leibe zu empfangen, Noch bieten sie
einmal, zum letztenmal, alle ihre Macht auf, um dich für ihr Reich zu
gewinnen. Der Höllengeist ruft dir zu: „verzweifle!“, der gute
Geist:“vertraue!“ O, lieber Christ, auf wen wirst du da hören? Auf den
du im Leben gehört. Wie man lebt, so stirbt man. Lieber Christ, tue so,
wie dein heiliger Schutzengel dich jetzt während deiner Lebenszeit
mahnt. Dann kann er sicher bei deinem Hinscheiden freudig deine Seele
in Empfang nehmen und sie geleiten vor Gottes Gericht. Dort tritt er
auf als Anwalt und deine Seele ist geborgen.