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Vertrauen wir auf das Herz Mariens! |
Muttertag - Vertrauen wir auf
das Herz Mariens!
Wir alle haben oder hatten eine Mutter auf Erden und wir haben auch
eine Mutter im Himmel. Beide sind uns in tiefer Liebe zugetan. Der heilige Pfarrer
von Ars schreibt über unsere Himmelsmutter:
„Das Herz dieser guten Mutter besteht nur aus Liebe und Barmherzigkeit.
Ihr einziger Wunsch ist es, uns glücklich zu sehen. Wenn der Sünder
diese gute Mutter um Hilfe anruft, so lässt sie ihn eintreten, und
sei es durch das Fenster!" Johannes Maria Vianney, der heilige „Pfarrer
von Ars", wurde am 8. Mai 1786 in der Nähe von Lyon geboren. Nach
dem Vorbild des guten Hirten verbringt er sein ganzes Leben damit, verlorene
Schafe zu suchen und in den Stall zurückzuführen. „Wenn ein Seelsorger
stumm bleibt, sobald er sieht, dass Gott beleidigt wird und Seelen auf
Irrwege geraten", sagt er eines Tages, „so kommt Unglück über
ihn!" Er fühlt sich besonders zur Bekehrung von Sündern berufen,
und verbringt die meiste Zeit seines Lebens im
Beichtstuhl, so weit seine körperlichen Kräfte reichen.
Der heilige Pfarrer von Ars führt die Seelen nicht nur zur
heiligen Eucharistie. Er führt sie auch zur heiligen Jungfrau, der
Mutter der Barmherzigkeit und Zuflucht der Sünder. In seinen Predigten
spricht er mit überfließendem Herzen von ihr: „Die Allerseligste
Jungfrau steht zwischen ihrem Sohn und uns. Je sündiger wir sind,
desto mehr Zärtlichkeit und Mitleid hat sie für uns. Das Kind,
das seine Mutter die meisten Tränen gekostet hat, ist ihrem Herzen
das teuerste. Läuft eine Mutter nicht immer zum Schwächsten und
Gefährdetsten? Hat ein Krankenhausarzt nicht mehr Aufmerksamkeit für
die am schwersten Erkrankten?" Er vertraut Catherine Lassagne, einer seiner
geistigen Töchter, an: „Ich habe Maria geliebt, noch bevor ich sie
kannte; das ist meine älteste Liebe!" Die Allerseligste Jungfrau war
auch das Licht seiner dunkelsten Tage, als er den Nachstellungen des Teufels
und den Bosheiten und dem Spott mancher Menschen ausgesetzt war. Sein Wirken
als Exorzist kostete ihn viel Kraft, und nur sein tiefer Glaube und sein
Vertrauen zur Gottesmutter ließen ihn nicht verzweifeln.
„Wenn du noch eine Mutter hast, so danke Gott und sei zufrieden...",
dichtet Friedrich Wilhelm Kaulisch und fasst in seinem Gedicht zusammen,
was eine glückliche Mutter-Kind-Beziehung für jeden Menschen
bedeutet. Heimat und Geborgenheit, Beispiel für christliche Hoffnung
und Tapferkeit in Leid und Liebe, all das ist eine Mutter für ihr
Kind.
„Weil Gott nicht überall sein konnte, schuf er die Mutter",
sagt ein arabisches Sprichwort und spricht damit ein schönes Wort
aus, das der Mutterliebe zur Ehre gereicht. Wir wünschen allen Müttern
von Herzen alles Gute zum Muttertag!
(Quelle: )
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