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Novene zum göttlichen Jesuskind |
Im Geheimnis der Menschwerdung
wollte der Gottessohn seine
Größe und Macht verbergen,
doch seine Barmherzigkeit
glänzt überall hervor.
(Hl. Pfr. von Ars)
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Nach tagelangem Verhören sperrt man die treue Beterin, die zuvor von der nationalsozialistischen Presse durch schwerste öffentliche Verleumdungen im In- und Ausland ehrlos gemacht worden war, in das berüchtigte Gefängnis "Katzenstadel" in Augsburg ein.
Nach zwei Wochen wird Antonie ins Polizeipräsidium geholt und von morgens bis abends verhört. Bei solchen Verhören muß sie 9 bis 10 Stunden stehen und erhält weder zu essen noch zu trinken. Dennoch bleibt sie - in immerwährendem innerlichem Gebet mit dem Heiligen Geist und der Muttergottes verbunden - ganz ruhig und heiter, und entwaffnet die Beamten immer wieder mit treffenden und sicheren Antworten.
Aber einmal sollte es doch zuviel werden. Am
7. Dez. 1937, dem Vorabend des Festes der Unbefleckten Empfängnis,
an dem das heimatliche Sühnekirchlein eingeweiht werden sollte, brach
Antonie zusammen. Nervenzusammenbruch! Sie weinte den ganzen Tag. Eine
furchtbare Gottverlassenheit brach über sie herein. Und je weiter
die Nachtstunden voranschritten, um so tiefer wurde ihre Not und innere
Finsternis.
Da begann vom nahen Kirchturm die Glocke Mitternacht
zu schlagen. Beim 12. Schlag wurde es hell in der Zelle. Antonie sah eine
Wolke sich bilden, aus der die Unbefleckte Empfängnis hervortrat und
sprach: "Fürchte dich nicht! Ich habe alles in den Händen. Du
wirst bald aus dem Gefängnis entlassen. Bete zum göttlichen Kind!"
Sofort begann Antonie mit einer
Dann vollendete sie das Ave Maria und betete noch das "Ehre sei dem Vater..." dazu.
Anschließend machte sie noch drei Kniebeugen und betete dabei jedesmal: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt." Diese Kniebeugen sollten eine Sühne sein für alle jene, die vor dem Gottkönig in der Krippe ihr Knie nicht mehr beugen.
Und was geschah? Am vorletzten Tag der Novene zum göttlichen Kind wurde auf unerwartete, wunderbare Weise ihre Unschuld bewiesen. Dann öfnnete sich am 18. Dez. 1937 - nach 27 Tagen Gefangenschaft - wider alle Hoffnung hin das Gefängnistor: "Sie sind entlassen!"
Seit dieser Zeit hat Antonie ... dieses sog.
"Kindlein-Jesu-Gebet"
unzähligemale allein und in Gemeinschaft gebetet.
Und noch heute ... wird es in der
Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Sühnekirche
Wigratzbad
während der Advents- und Weihnachtszeit
täglich gebetet.
Und es geht ein unermeßlicher Segen aus von den vielen Betern und Büßern, die das ganze Jahr über von nah und fern, vom In- und Ausland dorthin pilgern, besonders zu den Sühnenächten.
(Quelle: Weigl: "Göttliches Kind, ich bete dich an", Mediatrix)
Er ist der wahre Sohn Gottes!