Weihe
Dich Maria!
Suche
wenigstens du mich zu trösten! (Hl. Jungfrau Maria)
|
Wir wollen hier beispielhaft
vorstellen, warum die Marienweihe für einen jeden Menschen so überragend
wichtig ist. Wenn man meine adorare-Seiten überblickt, so finden sich
sehr viele Seiten, die zur Marienverehrung anregen. Der bekannte große
Heilige Bartolo Longo zeigt uns an seinem eigenen Leben, welch großartige
Veränderungen bei ihm vorgegangen sind und wie reich man durch eine
"gesunde Marienverehrung" wie hier beschrieben beschenkt wird:
„Jeder
Sünder, selbst der ganz tief gefallene, kann im Rosenkranz die Rettung
finden. Jede Seele kann die Fesseln des Bösen sprengen, mag sie mit
diesen noch so fest umwickelt sein. Jeder kann die Rettungsleine ergreifen,
welche die Königin der himmlischen Rosen vom Himmel herab den Schiffbrüchigen
zuwirft, die in den tosenden Wogen dieser Welt versinken" ...
Diese Worte schrieb
Bartolo Longo in seinem Buch nieder, das die Wunder beschreibt, welche
auf die Fürsprache der Muttergottes vom Rosenkranz in Pompeji geschehen
sind. Er machte selber die Erfahrung der Macht der göttlichen Barmherzigkeit,
die die Muttergottes erbeten hatte.
Bartolo wuchs in einem
zutiefst religiösen familiären Umfeld auf. Während seines
Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität von Neapel, das
er mit einer Dissertation abschloß, erlag er jedoch den antikirchlichen
Einflüssen und machte Erfahrungen mit den damals modernen spiritistischen
Praktiken. Lange Zeit über war er okkultistischer Priester, nahm an
antipäpstlichen Demonstrationen teil, machte sich öffentlich
über die Priester und den katholischen Glauben lustig. Dank der Gnade
Gottes durfte er in der größten Dunkelheit der Sünde eine
tiefe Bekehrung erleben, welche die Richtung seines Lebens vollständig
änderte ...
Kurz nach seiner Bekehrung
mußte er oftmals mit den Mächten des Bösen kämpfen,
die ihn nicht so leicht aus ihrem Einflußbereich entlassen wollten.
Im Augenblick einer tiefen Krise hörte er in seinem Innern eine Stimme:
„Wenn du erlöst werden willst, dann verbreite
den Rosenkranz. Denke an das Versprechen Mariens: Wer den Rosenkranz verbreitet,
der geht nicht zugrunde!" ... Bartolo,
der von der Verzweiflung und der Unsicherheit, ob er erlöst werde,
geplagt wurde, und dazu noch Selbstmordgedanken hatte, weihte sich Gott
mit ganzer Kraft durch Maria. Er verließ
sich auf Ihr Versprechen und wurde Tertianer bei den Dominikanern. Er weihte
sich ganz der Muttergottes, und sie konnte ganz über ihn verfügen.
Das mit geistigem
Leben erfüllte, wunderschöne Heiligtum der Muttergottes in Pompeji
(heutzutage weltberühmt),
| Opfert
euch für die Sünder auf und sagt besonders dann, wenn ihr ein
Opfer bringt: »O Jesus, ich tue das
aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne
für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens«. |
Kinderheime und Häuser
für Gefangene, Krippen, Schulen und Werkstätten, Druckereien
und Nähstuben für Jugendliche, die Zeitschrift Der
Rosenkranz des Neuen Pompeji, die Kongregation
der Schwestern vom Heiligen Rosenkranz - das sind nur einige, für
menschliche Augen sichtbare Früchte dieser vertrauensvollen, kindlichen
Hingabe. Dieser düstere, vom Vulkanausbruch gezeichnete Landstrich
wurde zu einer Stadt, aus der die Herrlichkeit Gottes in die ganze Welt
ausstrahlt - zu einem Ort, wo Maria, die Rosenkranzkönigin, die Mittlerin
der göttlichen Barmherzigkeit, die Macht Christi offenbart, und wo
Jesus die Kranken heilt, die Verlorenen auffindet, die Irrenden erleuchtet,
die Gefallenen aufrichtet, den Gebrochenen Hoffnung schenkt und den bedrückten,
harten und verstrickten Herzen neues Leben einflößt.
Die Lebensgeschichte
des Bartolo Longo, der von Papst Johannes Paul II. am 26.10.1980 seliggesprochen
wurde, scheint uns zurufen zu wollen, dass Jesus jede menschliche Seele,
möge sie sich auch mit den schlimmsten Sünden befleckt haben,
wie seine geliebte Braut mit Seinem Blut von jeder Sünde reinigt,
ihre Wunden versorgt, heilt, und in ihr und durch sie Seine Macht und Herrlichkeit
offenbart; unter der Voraussetzung, daß diese Seele sich Ihm mit
Liebe und Reue vollkommen hingibt.
Maria ist diejenige,
die niemals aufhört, um den Menschen zu kämpfen -auch wenn dieser,
menschlich gesehen, schon verloren scheint. Sie läßt ihre Kinder
niemals in der Finsternis der Sünde, des Atheismus, des Unglaubens
und der Verderbnis. Sie sucht jede und jeden persönlich. Das menschliche
Elend und der Hochmut stoßen sie nicht weg. Sie möchte alle
in die Hände Ihres Sohnes legen.
Maria nimmt Anteil
an dem geistigen Kampf, den jeder in seinem Leben zu bestehen hat. Die
Mächte des Bösen möchten, daß wir die Erlösung,
die Jesus durch Sein Leiden und Seinen Tod jedem von uns anbietet, vergeuden.
Der Dämon tut alles, damit wir dieses große, kostenlose Geschenk
nicht annehmen. Leider unterliegen viele seinen Manipulationen. Wer sich
blind Maria übergibt, kann damit rechnen, daß Sie ihn vor diesen
Fallen beschützt und ihn auf dem kürzesten und sichersten Weg
zur Erlösung fuhrt. Maria möchte, daß wir Gott kennenlernen
und vollkommen Seinen Willen erfüllen. Sie weist keinen ab, der sich
Ihr anvertraut.
Sich der Muttergottes
weihen - das bedeutet nichts anderes, als Sie um alles zu bitten, Sie nach
allem zu fragen und zu hören, was Sie in einer bestimmten Situation
von uns erwartet. Es bedeutet, daß man die ganze Zeit über mit
Ihr in Kontakt bleibt, mit Ihr spricht, unter Ihrem zärtlichen Blick
wächst. Wenn man sich Ihr ganz übergibt, dann erlaubt man, daß
Sie über einen verfugt. Man übergibt Maria alle seine Gedanken,
seine Sinne, Fähigkeiten, Gefühle; man erlaubt Ihr, in sich zu
leben, zu wirken und zu lieben. Man ist bereit, alles zu tun, was Sie möchte
und was Sie erfreuen könnte.
Was möchte Maria
von uns? Ihre mütterliche Frage, die sie an uns, ihre Kinder, wie
einst an die kleinen Hirtenkinder in Fatima richtet, lautet: „Möchtet
ihr euch Gott opfern, um alle Leiden, die Er euch schickt, als Sühne
für die Sünden, die Ihn beleidigen, und für die Bekehrung
der Sünder zu ertragen? (...) Betet täglich den Rosenkranz um
den Frieden auf der Welt. (...) Opfert euch für die Sünder auf
und sagt besonders dann, wenn ihr ein Opfer bringt: »O
Jesus, ich tue das aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder
und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz
Mariens«. (...) Die Menschen sollen
Gott nicht mehr mit Sünden beleidigen, Er ist schon zu viel beleidigt
worden".
Die Muttergottes zeigte
den Kindern eine entsetzliche
Vision der Hölle und sagte:
„Ihr habt die Hölle gesehen, wohin
die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, möchte
Gott die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen einführen, denn viele
Seelen gehen der ewigen Verdammnis entgegen, weil sie niemanden haben,
der sich für sie aufopfert und betet" ...
Die Muttergottes aus
Fatima, die Königin des heiligen Rosenkranzes, richtete später
Worte an Schwester Lucia, die jeder als an sich persönlich gerichtet
aufnehmen sollte: „Meine Tochter, siehe mein Herz, das von Dornen umgeben
ist, mit denen es die undankbaren Menschen jeden Augenblick mit ihren Flüchen
und ihrer Undankbarkeit durchbohren. Suche wenigstens du mich zu trösten.
Ich meinerseits verspreche, allen jenen, die am ersten Samstag von fünf
aufeinanderfolgenden Monaten beichten, kommunizieren, den Rosenkranz beten
und mir während einer Viertelstunde Gesellschaft leisten, indem sie
die Rosenkranzgeheimnisse betrachten mit der Absicht, mir Genugtuung zu
leisten, in der Todesstunde mit allen für ihr Heil notwendigen Gnaden
beizustehen".
Als Gegenleistung
für diese kindliche, vertrauensvolle Hingabe, die mühevolle Teilnahme
an der Gewinnung der Seelen zusammen mit Maria für Jesus (durch das
tägliche Rosenkranzgebet sowie die Annahme der Leiden, die der Alltag
mit sich bringt) verspricht uns die Allerheiligste Jungfrau:
| „Ich
werde dich niemals verlassen. Mein Unbeflecktes Herz wird deine Zuflucht
und dein Weg sein, der dich zu Gott führen wird". |
M. Radomska
Die
Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens
Die
fünf Sühnesamstage
Wer diese Andacht praktiziert,
hilft dabei, viele Menschen vor der ewigen Verdammnis zu retten. Er hilft
auch, die Welt vor vielen Katastrophen, die die Konsequenz der menschlichen
Sünden sind, zu bewahren.
Die Muttergottes sagte
in Fatima: „Wenn die Menschen sich nicht bekehren,
wird Gott eine Strafe senden, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat.
0, wollten die Menschen doch in sich gehen und ihre Sünden bereuen!"
Diese Andacht soll die göttliche Barmherzigkeit
für die verstockten Sünder erflehen und dient auch als Genugtuung
für die Lästerungen, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen
werden. Es sind dies die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis;
gegen Ihre Jungfräulichkeit, gegen Ihre Gottesmutterschaft; die Beleidigungen
jener, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit,
die Verachtung und sogar den Haß gegen Christus und Seine Unbefleckte
Mutter einzuflößen; die Lästerungen jener, die Sie direkt
in Ihren heiligen Bildern verunehren.
Die Muttergottes bittet
jeden, der diese Andacht praktizieren möchte: „Suche
wenigstens du mich zu trösten. Ich meinerseits verspreche, allen jenen,
die am ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten beichten,
kommunizieren, den Rosenkranz beten und mir während einer Viertelstunde
Gesellschaft leisten, indem sie die Rosenkranzgeheimnisse betrachten mit
der Absicht, mir Genugtuung zu leisten, in der Todesstunde mit allen für
ihr Heil notwendigen Gnaden beizustehen".
Die
Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens
Heilige Jungfrau,
Muttergottes und unsere Mutter, Königin des Himmels und der Erde,
Mutter der Barmherzigkeit und Zuflucht der Sünder, voll Vertrauen
auf deine mütterliche Güte und Macht weihen wir uns Deinem Unbefleckten
Herzen.
Dir übergeben
wir unseren Leib und unsere Seele, unser ganzes Leben, was wir sind und
haben. Verfüge Du über alles als Dein Eigentum, ganz nach Deinen
Absichten, zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Seelen.
Mit Dir und durch Dich erneuern wir unsere Taufgelübde und unsere
Hingabe an die barmherzige Liebe Deines göttlichen Sohnes. 0 Mutter,
in Deinem Unbefleckten Herzen erstrahlt die Liebe und die Heiligkeit Gottes.
Du bist die Mittlerin aller Gnaden, im Vertrauen auf Deine immerwährende
Hilfe nehmen wir uns fest vor, Deine Tugenden nachzuahmen und wie Du in
Liebe und Demut den Anregungen der göttlichen Gnade zu folgen, um
so den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen.
Wir versprechen Dir,
jeden Tag andächtig den Rosenkranz zu beten für den Frieden der
Welt und jeder einzelnen Seele, sowie zur Sühne für die Sünden
und Beleidigungen, die dem göttlichen Herzen Jesu und Deinem schmerzhaften
Herzen zugefügt werden.
In dieser Entscheidungsstunde,
die schwer über der Welt lastet, bist Du das Zeichen des Heiles, die
sichere Arche und Zuflucht gegen die Anstürme des bösen Feindes.
So empfehlen wir Dir die heilige Kirche in all ihrer Bedrängnis, den
Heiligen Vater, die Bischöfe und die Priester, die Gottgeweihten,
alle Deine Kinder, die ganze Menschheit und bitten Dich flehentlich, versöhne
uns mit Deinem Sohn, empfiehl uns Deinem Sohn, stelle uns vor Deinem Sohn.
0 gütige, o milde,
o süße Jungfrau Maria! Amen.
(Quelle: "Liebet
einander!", Heft Nr. 2-2011, S. 15ff., Bochum)
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